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Geschrieben von Christian Blaue am 30.03.2022

Humanitäre Schule – 10. Jahrgang löst den Konflikt in Malea friedlich



An unserer Schule fand am 24. März 2022 zum ersten Mal das Planspiel Humanitäre Schule statt. In dem vom roten Kreuz entwickelten Spiel werden internationale Friedensverhandlungen mit Schüler*innen simuliert, um dadurch die Fähigkeiten im Verhandeln, Diskutieren und politischen Taktieren zu fördern und Konflikte friedlich lösen zu lernen. Dabei schlüpften 16 Schüler*innen des 10. Jahrgangs in die Rolle internationaler Delegationen, um im Konflikt der fiktiven Länder Melea, Bonin und Nongi zu vermitteln.

Die Schülerinnen Celina Josephs und Emilia Stratmann aus der EF wurden im Januar vom roten Kreuz als Humanitäre Schule Scouts darin ausgebildet, das Planspiel durchzuführen und führten die Teilnehmer*innen in ihrer Rolle als Vorsitzende der Vereinten Nationen durch die verschiedenen Verhandlungsrunden. Der Konflikt drehte sich um die Region Lufar im Staat Malea, wo große Erdölvorkommen entdeckt wurden, was dazu führte, dass plötzlich viele Länder wirtschaftliche Beziehungen zu der Region aufbauen und sie bei ihrem Streben nach Unabhängigkeit unterstützen wollten.

Ein wichtiger Verhandlungsdurchbruch gelang Lea und Alina, die die Delegation des roten Kreuzes bildeten, indem sie Alesja und Onur als Vertretung von Malea die Konsequenzen ihrer Handlungen vor Augen führten und deutlich machten, dass ein Krieg auch für sie persönlich nur Nachteile bietet. Auch Deutschland – vertreten durch Lili, Eric und Maurice – spielte eine wichtige Rolle, indem die Entsendung von Soldaten nach Nongi zugesichert wurde, um den Einsatz von Kindersoldaten zu beenden, die Nongi zuvor rekrutiert hatte, um sich zu verteidigen.

Am Ende erreichte die Region Lufar Unabhängigkeit von Malea, musste sich dafür aber verpflichten, große Teile der Erdölvorkommen des neuen Landes an Malea abzutreten. Es war der lufarischen Delegation – bestehend aus Xenia und Lucie – im Laufe des Tages immer mehr gelungen, durch emotionale Ansprachen die Vereinten Nationen hinter sich zu versammeln und dadurch den Druck auf Malea so zu erhöhen, dass der Regierung keine andere Wahl mehr blieb, als der Unabhängigkeit zuzustimmen.

Am Ende des Tages waren sich alle Teilnehmer*innen einig, dass es eine lohnende Erfahrung war, der Tag viele interessante und überraschende Momente bereithielt und jede*r viel daraus lernen konnte. Emilia und Celina erhielten einen langen und wohlverdienten Applaus für die akribische Vorbereitung und professionelle Durchführung des Tages, mit dem sie den Schüler*innen einen authentischen Einblick in den Ablauf internationaler Verhandlungen ermöglicht hatten.

Teilnehmer*innen nach Klassen:

10a: Laura Augustin, Eric Dannhoff, Juta Kattiyos, Onur Özdemir, Ayleen Perder

10b: Alina Block, Mia Zoé Heidbreder, Julia Hessenkämper

10c: Paul Planteur, Leon Prieb

10d: Lea Haskenhoff, Alesja Jonuzi, Xenia Pela, Lili Kerschkowski

10e: Maurice Große Johannböke

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